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// Arbeitsklima-Index


18.06.2009 - Arbeitsklima trotz Wirtschaftskrise stabil

JOB AG legt 2. Arbeitsklima-Index für 2009 vor

Auswertung 2-2009:
•    Zufriedenheitsindex an deutschen Arbeitsplätzen liegt stabil auf 7,4 (Skala von
     1=sehr schlecht bis 10=sehr gut)

•    Trotz Wirtschaftskrise keine verschlechterte Stimmung seit Jahresbeginn
•    Stimmung im Osten (7,5) etwas besser als im Westen (7,4) 
•    Frauen (7,5) etwas zufriedener als Männer (7,3)
•    Ergebnis widerspricht erneut Untersuchungen anderer Interessengruppen
•    Bedeutung der Sicherheit des Arbeitsplatzes nimmt als Einflussfaktor zu

Fulda, 17. Juni 2009 – Die Stimmung an deutschen Arbeitsplätzen stellt sich eindeutig stabiler als die aktuelle Wirtschaftslage dar. Trotz täglicher Meldungen zur Wirtschaftskrise bleibt das Wohlgefühl deutscher Arbeitnehmer am Arbeitsplatz auch im zweiten Quartal 2009 auf gutem Niveau. Der Wert des ersten Quartals 2009 von 7,4 auf einer Skala von 1,0 (sehr schlecht) bis 10,0 (sehr gut) wurde auch im zweiten Quartal 2009 wieder erreicht und liegt damit stabil positiv.


Der zweite Arbeitsklima-Index 2009 der JOB AG, einem Spezialisten für Personal Management und Job Management aus Fulda, zeigt auf, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland sich durch die aktuelle Wirtschaftssituation nicht von einer guten Zufriedenheit an ihren Arbeitsplätzen abhalten lassen. Einmal pro Quartal lässt das Unternehmen seit Anfang des Jahres 2008 diesen Wert repräsentativ durch TNS Emnid in der berufstätigen Bevölkerung erheben. Bei der Befragung zeigte sich, dass die mehr als 1.100 beschäftigen Frauen und Männer aus allen Regionen, Altersgruppen und Bildungsschichten in Deutschland hinsichtlich ihrer Zufriedenheit am Arbeitsplatz die Wirtschaftskrise zwar spüren, aber sich dies bislang nicht nachhaltig auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz auswirkt. Damit steht der inzwischen zum sechsten Mal repräsentativ und unabhängig erhobene Index in deutlichem Widerspruch zu anderen Erhebungen unterschiedlicher Interessengruppen.


Folie 2Wie wohl fühlen Sie sich derzeit an Ihrem Arbeitsplatz? 
Befragung von 1.154 Berufstätigen in Deutschland; Zeitraum Mai 2009
(Quelle: JOB AG, Fulda)

Stefan Polak, Vorstand der JOB AG, kommentiert die Ergebnisse des zweiten Arbeitsklima-Index 2009: „Es ist erstaunlich, dass die Menschen trotz der widrigen Rahmenbedingungen und einer allgemein negativen Wahrnehmung diese hohe Zufriedenheit und Motivation an ihren Arbeitsplätzen verspüren und zeigen. Wir können uns nur wünschen, dass dieses positive Klima nachhaltig dazu beiträgt, die erforderlichen Herausforderungen der nächsten Monate gemeinsam zu bewältigen. Umso erfreulicher ist es auch, dass das Ergebnis unserer Befragung noch immer eine optimistische Einstellung zum Arbeitsklima zeigt – und dies vor dem Hintergrund der angestiegenen Kurzarbeitsquote. Wir vermuten, dass die Mitarbeiter die Kurzarbeit eher als positives und flexibles Instrument erachten, da die Unternehmen damit das unbedingte Festhalten am Personal signalisieren. Arbeitnehmer und Arbeitgeber gehen beide einen Kompromiss ein, um die Zukunft von Unternehmen und Arbeitsplätzen zu sichern – das schweißt in Krisenzeiten zusammen.“

Unterschiede zeigen sich dabei in der Wahrnehmung der Berufstätigen im Osten und Westen. Erstmals liegen die Berufstätigen im Osten mit 7,5 leicht über dem Durchschnitt (7,4) und den Kolleginnen und Kollegen im Westen (7,4). Auch bei den Altersklassen liegen die Zufriedenheitsgewichte unterschiedlich: Während 14-29-Jährige und 50-59-Jährige mit 7,3 ganz leicht unter dem Durchschnitt liegen, zeigen sich über 60-Jährige mit 7,9 überdurchschnittlich zufrieden. Die 30-39-Jährigen (7,4) und die 40-49-Jährigen (7,5) liegen auf oder leicht über dem Durchschnitt.

Wie schon in den früheren Indices zeigen sich auch im zweiten Quartal 2009 die Selbstständigen, Freiberufler und Landwirte (8,3) sowie Leitende Angestellte und Beamte (8,1) stark überdurchschnittlich zufrieden, während Arbeiter (6,6) und Facharbeiter (7,0) unterdurchschnittlich zufrieden sind. Kaum ein Unterschied hinsichtlich der Zufriedenheit lässt sich bei den Vollzeit- (7,4) und Teilzeit-Beschäftigten (7,5) messen. Zwischen Gewerkschaftsmitgliedern (7,2) und nichtorganisierten Arbeitnehmern (7,5) liegt allerdings eine deutliche Zufriedenheitsdistanz. Bei den evangelischen Befragten hat sich die Zufriedenheit in den letzten beiden Quartalen bei 7,5 stabilisiert, während die Katholiken sich seit dem letzten Quartal 2008 (7,8) und dem ersten Quartal 2009 (7,5) nunmehr im zweiten Quartal auf 7,3 nach unten bewegten.



Wie wohl fühlen Sie sich derzeit an Ihrem Arbeitsplatz? 
Befragung von 1.154 Berufstätigen in Deutschland; Zeitraum Mai 2009
(Quelle: JOB AG, Fulda)

Die höchste Zufriedenheit zeigten im zweiten Quartal 2009 die Arbeitsnehmerinnen und Arbeitnehmer mit 7,8 in den Bundesländern Sachsen und Thüringen, die niedrigste die Berufstätigen in Baden Württemberg (7,1) und Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt (je 7,2). Bezüglich des Einkommens zeichnet sich folgendes Bild ab: Berufstätige aus einem Haushalt mit einem Haushalts-Nettoeinkommen über 2.500 Euro sind am zufriedensten (7,7), die Kollegen mit weniger als 1.000 € Haushaltsnettoeinkommen am unzufriedensten (6,5). Gleich groß, aber auf anderem Level zeigt sich der Abstand beim persönlichen Nettoeinkommen: Hier sind die Menschen mit unter 1.000 Euro (7,2) am unzufriedensten, aber immerhin noch dicht am Durchschnitt von 7,4, die Kollegen mit über 2.500 Euro sind am zufriedensten (8,4). Unter dem Aspekt der Schulbildung sind die Berufstätigen mit Volksschule ohne Lehre am wenigsten zufrieden (6,7), die mit Abitur und Hochschulabschluss am zufriedensten (8,1).


Was beeinflusst Ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz derzeit am meisten? 
Befragung von 1.154 Berufstätigen in Deutschland; Zeitraum Mai 2009
(Quelle: JOB AG, Fulda)

Ursachen für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz

Was macht die Menschen an ihren Arbeitsplätzen zufrieden? Auf Rang 1 liegt im zweiten Quartal 2009 wieder mit 52 Prozent der Nennungen (Vorquartal 51%) das Arbeitsklima, gefolgt von 45 Prozent der Nennungen das Gehalt (Vorquartal 43%). Der Zufriedenheitsfaktor „Aufgaben“ verliert seit dem letzten Quartal 2008 (46%) und dem ersten Quartal 2009 (42%) weiter an Gewicht und landet nun mit 40 Prozent der Nennungen wieder auf Platz 3.



Was beeinflusst Ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz derzeit am meisten? 
Befragung von 1.154 Berufstätigen in Deutschland; Zeitraum Mai 2009
(Quelle: JOB AG, Fulda)

Deutlich zu nimmt hingegen die Bedeutung des viertwichtigsten Zufriedenheitsfaktors „Sicherheit des Arbeitsplatzes“. Lag er im letzten Quartal 2008 noch bei 27 Prozent, so kletterte er im ersten Quartal 2009 auf 30 und nun im zweiten Quartal auf 32 Prozent. Diese Tendenz wird gestützt von allen Berufstätigen, seien es nun West- oder Ostdeutsche oder Männer oder Frauen.
Die Ergebnisse des JOB AG Arbeitsklima-Index stehen allen Medien und Unternehmen gegen Quellenangabe kostenfrei zur Verfügung. Auf Wunsch können von Medien Sonderauswertungen – soweit aus dem Datenmaterial ableitbar – abgerufen werden.


Was beeinflusst Ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz derzeit am meisten? 
Befragung von 1.154 Berufstätigen in Deutschland; Zeitraum Mai 2009
(Quelle: JOB AG, Fulda


Der nächste Arbeitsklima-Index der JOB AG erscheint turnusmäßig im September 2009.


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