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22.05.2019 - 10:47 Uhr

Deloitte Millennial Survey 2018: Generation Z geht skeptisch in die Zukunft.

In der Millennial Survey 2018 betrachtete Deloitte erstmalig neben der Generation der Millenials, auch die Generation Z. Die jungen Arbeitnehmer beurteilen Unternehmen in der Studie deutlich kritischer als in den Jahren zuvor. Sie erwarten von ihnen mehr gesellschaftliche Verantwortung und stärkeres Engagement für die Belange der Mitarbeiter. Die gute Nachricht: Führungskräften bieten sich große Chancen, die Loyalität der junge

Sowohl die Millennials, also die zwischen 1980 und 1995 Geborenen, als auch die nachfolgende, sogenannte Generation Z sehen mit einiger Skepsis in die Zukunft. Nicht nur das Vertrauen in Politik und gesellschaftliche Kräfte ist gering, sondern auch dasjenige in Unternehmen und ihre Lenker, von denen die Millennials deutlich mehr erwarten als das reine Profitstreben. Gleichzeitig ist die Loyalität und damit die geplante Verweildauer bei einem Unternehmen sichtbar gesunken. Wer die Talente halten will, sollte vor allem auf Engagement und Flexibilität setzen.

Optimismus schwindet
Gerade einmal 22 Prozent der Studienteilnehmer aus Deutschland erwarten eine allgemeine soziale und politische Verbesserung: Das sind ganze zehn Prozentpunkte weniger als weltweit. Dabei beschäftigen die Menschen vor allem Terrorismus, der Klimawandel, kriegerische Auseinandersetzungen, massive Flüchtlingsbewegungen sowie eine generelle politische Instabilität. Wie auch international, so haben sich die Arbeitnehmer in Deutschland in den letzten Jahren vielfach enttäuscht von der Politik abgewandt und stattdessen die Unternehmen zu Hoffnungsträgern des Fortschritts erkoren – eine Hoffnung, die offenbar in großen Teilen enttäuscht worden ist.


Unternehmen erfüllen gesellschaftlichen Auftrag nicht
Auch international spiegelt sich diese Skepsis: Drei Viertel bemängeln, dass sich die Unternehmen nur auf ihren eigenen Vorteil konzentrieren, „nur“ 47 bzw. 48 Prozent sehen ein gesellschaftliches Engagement sowie ethisch motiviertes Handeln, während fast zwei Drittel das einzige faktische Unternehmensziel im Geldverdienen ausmachen. Auch die Einschätzung des idealen Soll-Zustands im Abgleich mit der Realität im eigenen Unternehmen differiert um jeweils zehn bis zwanzig Prozentpunkte.


Industrie 4.0: auch Soft Skills müssen gefördert werden
Die vierte industrielle Revolution erfordert von allen Beteiligten eine hohe Veränderungsbereitschaft und dezidierte Vorbereitungen. Dabei fühlen sich bei den internationalen Teilnehmern nur 36 Prozent der Millennials und 29 Prozent der Generation Z- Vertreter gut vorbereitet. Bemerkenswert: Je besser die allgemeine Qualifikation, desto größer die Skepsis. Deutschland steht geringfügig besser da: Hier fühlen sich immerhin 37 Prozent gut von ihren Unternehmen für die kommenden Veränderungen präpariert. Kritik wird dabei insbesondere bei der Förderung der so genannten „Soft Skills“ durch das Management laut.


Gig-Ökonomie in Deutschland weniger attraktiv als international
Die Bindungskräfte schwächeln: Fast zwei Drittel der internationalen Teilnehmer wollen ihr Unternehmen binnen zweier Jahre verlassen, nur 12 Prozent wollen länger bleiben. Die Loyalität hat damit spürbar abgenommen. Anders in Deutschland: Hier wollen 32 Prozent gehen, 37 Prozent wollen bleiben. Maßgebliche Kriterien sind neben der Entlohnung eine positive Unternehmenskultur (64 Prozent) – und Flexibilität (58 Prozent). Gerade letztere lässt die so genannte Gig-Ökonomie für internationale Millennials und Generation Z Vertreter attraktiv erscheinen. Auch hier präsentiert sich Deutschland abweichend: Zeigen sich länderübergreifend 57 Prozent daran interessiert, sind es in Deutschland nur 38 Prozent.
 

Diversität: noch Luft nach oben
Diversität wird ein immer wichtigeres Kriterium für eine positive und motivierende Unternehmenskultur. Doch bleibt es nach Ansicht vieler internationaler und deutscher Studienteilnehmer nur zu oft beim Lippenbekenntnis: Nationenübergreifend befürchten das etwa zwei Drittel und befürworten daher auch staatliche Quoten. In Deutschland bewertet rund die Hälfte der Befragten ihre Unternehmensführung als vielfältig und offen – und verspürt nicht zuletzt deshalb auch eine höhere Loyalität zu der Firma.
Multikulturell, offen, flexibel und auch sozial engagiert: So wünscht sich die Mehrheit der Befragten „ihr“ Unternehmen. Dass die Beurteilung der Realität noch vor Jahresfrist deutlich günstiger ausfiel, sollte zu denken geben – gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die Mitarbeiterloyalität immer wichtiger für die Arbeitgeber wird.

Quelle: Deloitte

Weiterführende Links: 

Download des Reports für Deutschland (PDF)

https://www2.deloitte.com/content/dam/Deloitte/de/Documents/Innovation/Millennial-Survey-2018_Report_Deutschland.pdf
 

Download des internationalen Reports (PDF)
https://www2.deloitte.com/content/dam/Deloitte/global/Documents/About-Deloitte/gx-2018-millennial-survey-report.pdf

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