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03.10.2019 - 15:20 Uhr

Zunehmender IT-Fachkräftemangel macht Personalvermittlungen interessanter

Der Mangel an IT-Fachkräften hat einen neuen Höchststand erreicht. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte des Digitalverbands Bitkom. Demnach gibt es in Deutschland derzeit 82.000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Das entspricht einem deutlichen Anstieg um 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als „nur“ 55.000 Stellen vakant waren. Grundlage ist eine repräsentative Befragung von mehr als 800 Geschäftsführern und Personalverantwortlichen in Unternehmen aller

Acht von zehn (82 Prozent) Befragten konstatieren aktuell einen Mangel an IT-Spezialisten. Vor einem Jahr waren es noch zwei von drei (67 Prozent). In den Unternehmen geht man davon aus, dass die Zahl unbesetzter Stellen weiter steigen wird. Sechs von zehn (59 Prozent) erwarten, dass sich der Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird. Die Personalsuche gestaltet sich als langwierig. Im Durchschnitt dauert es fünf Monate, eine offene IT-Stelle zu besetzen. Fast jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) gibt an, dass IT-Jobs langsamer besetzt werden können als andere Positionen. „Diesen Trend können wir aufgrund der vielen Gespräche, die wir mit Unternehmen führen, bestätigen“, so Mario Albrecht, Geschäftsführer der source one GmbH. „Auch wir mussten und müssen unsere Anstrengungen bei der Rekrutierung von Kandidaten erheblich verstärken. Da wir aber auf einen bestehenden Kandidatenpool zurückgreifen, können wir dabei helfen, die ein oder andere Position schneller zu besetzen als ein Unternehmen allein.“

Software-Entwickler sind begehrt
Die besten Aussichten auf dem IT-Arbeitsmarkt haben Software-Entwickler. Drei von zehn Unternehmen aller Branchen (29 Prozent) mit mindestens einer offenen IT-Stelle suchen Programmierer. Einen aufsteigenden Trend gibt es bei den vergleichsweise neuen Profilen Data Scientist (7 Prozent) und Virtual Reality Designer (6 Prozent). „Die IT-Berufe differenzieren sich immer weiter aus, so dass neue Berufsbilder entstehen“, stellt Herr Albrecht fest. „Das wirkt sich auch auf unsere Arbeit aus. Uns erreichen stetig mehr Anfragen nach Fachkräften für konkrete Spezialgebiete. Um sie schnellstmöglich bedienen zu können, müssen unsere Mitarbeiter auf dem Laufenden bleiben und Trends antizipieren.“

Mehr als jeder Zweite sieht wachsende Bedeutung von Personalvermittlern
Bei der generellen Personalsuche setzen Unternehmen vor allem aufs Internet. Neun von zehn (92 Prozent) veröffentlichen Job-Angebote auf der eigenen Homepage beziehungsweise auf einer zugehörigen Karriereseite. An Bedeutung gewinnen werden nach Ansicht der Befragten zudem Online-Stellenbörsen (69 Prozent), Karrieremessen (61 Prozent), Personalvermittlungen beziehungsweise Headhunter (54 Prozent) und Kooperationen mit Hochschulen und deren Netzwerken (51 Prozent).

„Wir bekommen in der Tat verstärkt Anfragen von Unternehmen, die auf der Suche nach IT-Fachkräften sind“, bestätigt Herr Albrecht. „Wo es früher ausreichte, eine freie Stelle auf der eigenen Homepage auszuschreiben, nutzen Personaler heute mehrere Kanäle für die Mitarbeitersuche. Es kontaktieren uns selbst solche Unternehmen, die bisher keinerlei Erfahrungen mit Personaldienstleistern hatten – und sind häufig von unserer zügigen Response überrascht.“

(Quelle: www.bitkom.org)

 

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