Der erste Eindruck zählt

Ist die perfekte Stellenanzeige erst gefunden, beginnt die wichtigste Phase: die Bewerbung. Der erste Schritt ist dabei immer das Zusammenstellen der Bewerbungsunterlagen. Denn wenn Sie den Personalentscheider bereits auf den ersten Blick überzeugen können, haben Sie gute Chancen, das Rennen zu machen. Welche Dokumente sind ein Muss? Und welche Fehler sollte ich unbedingt vermeiden? Die Antworten haben wir für Sie hier in einer kurzen Übersicht zusammengefasst.

  • Allgemeine Unterlagen

    Ganz gleich, ob Sie sich online oder auf postalischem Wege bewerben: Gewisse Standards sollten Sie bei der Erstellung Ihrer Unterlagen einhalten, damit sie Ihre Chancen auf den neuen Job nicht gleich zu Beginn schmälern. Die wichtigste Regel: Ihre Unterlagen müssen komplett sein. Eine vollständige Bewerbung besteht aus

    • einem Anschreiben,
    • einem Lebenslauf und
    • Zeugnissen.

    Gängig ist es bis heute außerdem, der Bewerbung auch ein aktuelles, seriöses Foto beizufügen.

    Die meisten Unternehmen, so auch wir, bevorzugen Bewerbungen per E-Mail. Bei einer Bewerbung per E-Mail ist es wichtig, etwaige Vorgaben des Arbeitgebers zu beachten, etwa die maximale Dateigröße. Die Unterlagen sollten Sie in einer PDF-Datei zusammenfassen. Eine optimale Bezeichnung für eine solche Datei ist: „Name, Vorname – Bewerbung als XXXXXX.pdf“.

    Senden Sie die Unterlagen per Post, sollten Sie die Bewerbung im DIN-A4-Format in einer dafür vorgesehenen Bewerbungsmappe zusammenstellen und diese in einem verstärkten Briefumschlag versenden.

    Wichtig: Bitten Sie Bekannte oder Freunde, Ihre Bewerbung vor der Abgabe noch einmal auf Orthografie, Grammatik und Rechtschreibung zu prüfen. So vermeiden Sie, dass Sie Fehler – die ein Ausschlusskriterium sein können – übersehen.

  • Lebenslauf

    Der Lebenslauf dient dazu, dem Personalverantwortlichen einen schnellen Überblick über Ihren bisherigen Werdegang zu verschaffen. Dazu ist das Dokument am besten tabellarisch angelegt und stellt lückenlos und chronologisch Ihre schulische und berufliche Ausbildung dar, beginnend mit der letzten Tätigkeit. Auch sollte der Lebenslauf Aufschluss über Ihre fachlichen Fähigkeiten und besondere Qualifikationen wie Weiterbildungen, Sprach- oder Computerkenntnisse geben.

    Am Ende des Lebenslaufs können Sie auch Ihre persönlichen Interessen aufführen, etwa Mitgliedschaften in Vereinen oder soziales Engagement. Dies ist insbesondere dann empfehlenswert, wenn es in Bezug zu dem Unternehmen oder der Tätigkeit steht, bei dem Sie sich bewerben.

    Abgeschlossen wird der Lebenslauf, der maximal zwei DIN-A4-Seiten lang sein sollte, mit der Angabe von Ort und Datum sowie mit Ihrer Unterschrift.

  • Anschreiben

    Mit dem Anschreiben vermitteln Sie dem Personalentscheider, warum Sie der ideale Kandidat für die ausgeschriebene Stelle sind. Sie stellen sich als Person vor, begründen, warum Sie sich für den Job interessieren und welche Fähigkeiten Sie bei Ihrem Arbeitgeber einbringen können. Anders gesagt: Das Anschreiben ist Ihre Möglichkeit, den Arbeitgeber von sich zu überzeugen. Auch sollten Sie abschließend angeben, wann Sie die Stelle frühestmöglich antreten können. Sind Gehaltsvorstellungen gefragt, nennen Sie ebenfalls zum Schluss des Schreibens Ihr gewünschtes, jedoch auch realistisches Jahresgehalt.

    Damit Ihr Anschreiben den grundsätzlichen Anforderungen entspricht, sollte es wie folgt aufgebaut sein:

    • Ihre Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse)
    • Anschrift des Unternehmens (bestenfalls können Sie die Bewerbung zu Händen des Ansprechpartners adressieren)
    • Datum (rechtsbündig)
    • Betreffzeile, die sich auf die konkrete Stelle bezieht
    • Anrede (bestenfalls persönliche Anrede des Ansprechpartners)
    • Bewerbungsschreiben
    • Abschließende Grußformel
    • Ort, Datum, Unterschrift

    Die Länge des Anschreibens sollte eine DIN-A4-Seite nicht überschreiten.

  • Vorstellungsgespräch

    Herzlichen Glückwunsch, Sie haben eine wichtige Hürde auf dem Weg zu Ihrem neuen Job genommen! Sie konnten mit Ihrer Bewerbung überzeugen und sind nun zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Damit gehören Sie zum ausgewählten Kreis der Kandidaten, die sich das Unternehmen als zukünftige Arbeitnehmer vorstellen kann.

    Im Vorstellungsgespräch gilt es also, den positiven Eindruck, den Sie mit dem Bewerbungsschreiben erzielt haben, zu bestätigen. Die Personalentscheider des Arbeitgebers möchten Sie nun genauer kennenlernen. In dem Gespräch sollten Sie glaubhaft machen können, dass Sie wirklich motiviert und in der Lage sind, die Stelle und die damit verbundenen Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen. Punkten Sie, indem Sie relevante berufliche Stationen oder Qualifikationen benennen, die Sie auch im Lebenslauf aufgeführt haben.

    Doch nicht nur Ihre fachliche Kompetenz ist gefragt. Auch Ihre Persönlichkeit muss überzeugen: Erscheinen Sie auf jeden Fall pünktlich zum Termin, treten Sie gepflegt und freundlich auf.

    Bleiben Sie zudem bis zum Ende des Gesprächs konzentriert. Und zögern Sie nicht, Fragen zu stellen, wenn Ihnen etwas unklar ist. Auch das signalisiert dem Arbeitgeber Ihr ernsthaftes Interesse am Unternehmen und an der Stelle.

  • Bewerbungsfoto

    Früher galt auch das Bewerbungsfoto als Pflicht, heute ist es nicht mehr zwingend erforderlich. Wenn Sie sich dazu entscheiden, Ihrer Bewerbung mit einem Foto eine persönliche Note zu verleihen, dann sollten Sie einige wichtige Regeln beachten:

    Verwenden Sie ausschließlich professionelle, vom Fotografen erstellte Bewerbungsfotos. Achten Sie darauf, beim Fototermin gepflegt zu erscheinen und seriöse Kleidung zu tragen, die zu der Stelle passt, auf die Sie sich bewerben.

    Urlaubsfotos oder mit dem Smartphone erstellte Selfies gehören nicht in eine Bewerbungsmappe.

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